Meldung vom 15.10.2013

Was zählt ein Menschenleben?? Flüchtlingstragödie vor Lampedusa

 

 

Nach der Flüchtlingstragödie vor Lampedusa, wo von 545 Flüchtlingen nur 155 Menschen gerettet wurden, die anderen ertranken- geborgen wurden bisher  364 Leichen- wächst der Druck auf die Regierung, das strenge Einwanderungsrecht von 2002 zu ändern. 100.000 Menschen unterschrieben bisher einen Aufruf der linksliberalen Zeitung "La Repubblica", das umstrittene Einwanderungsgesetz "Bossi- Fini" abzuschaffen. Das aktuelle Flüchtlingsrecht geht auf das  "legge Bossi- Fini" zurück, welches den Zuzug erschwerte und mit einem bestehenden Arbeitsvertrag koppelte. Dieser darf jedoch immer nur befristet sein. Bei Verlust der Arbeit kann nach 2 Monaten abgeschoben werden. Dieses Gesetz wurde 2009 noch dahingehend verschärft( pacchetto di sicurezza), dass der illegal Einwandernde und derjenige, der ihm dabei hilft (rettet!?) eine Straftat begeht.  So wurden Fischer bestraft, die in Seenot befindlichen Menschen das Leben gerettet haben. In Lampedusa wurden jetzt Fischer mit Strafe bedroht, welche mit ihren Booten auslaufen wollten, um Menschenleben zu retten. Die Koppelung des Aufenthaltes mit einer Arbeit, schafft eine problematische Abhängigkeit des Einwandernden vom Arbeitgeber. Dahingehend ist eine Strafandrohung für die Fischer (Retter) zutiefst unmoralisch.

http://www.siciliamigrants.blogspot.de/2013/10/basta-con-la-bossi-fini-es-reicht-mit.html

In der Zwischenzeit hat die die italienische Regierung die Aktion "mare sicuro" gestartet, bei der mit deutlich stärkerer Überwachung und Präsenz, ähnliche Tragödien verhindert werden sollen. Italiens Gesuch um Hilfe von den anderen EU Ländern, hat bisher wenig Gehör gefunden. Lediglich versprach EU- Kommissionspräsident Barrosso Italien 30 Millionen Euro für die Renovierung der Flüchtlingslager. Im Jahr 2013 sind bisher über 30.000 Flüchtlinge in Italien angekommen, 2012 waren es lediglich 15.000. Eine ähnliche Zahl kam in Griechenland an. Insgesamt waren es etwa 100.000 Flüchtlinge.


Friederich II

Friederich II

Der einer deutsch-sizilianischen Verbindung entstammende Kaiser Friederich II profitierte von seiner deutsch-italienischen Herkunft.

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